E-Rechnung OS vs. Lexware Office vs. sevdesk: Rechnungen schreiben
Ab 2027 müssen größere, ab 2028 alle Unternehmen E-Rechnungen ausstellen. Die Frage ist nicht ob, sondern was du dafür zahlst — und ob monatlich.
Der wichtigste Unterschied zuerst: Bei Lexware Office gibt es den E-Rechnungs-Versand nur im größten Tarif XL. Bei sevdesk schon im Rechnung-Tarif. Bei E-Rechnung OS in der Browser-Version ist er der Kern des Produkts — für 24 € einmal.
Im Vergleich
| E-Rechnung OS (Browser) | Lexware Office | sevdesk | |
|---|---|---|---|
| E-Rechnung ausstellen ab | 24 € Browser-Version · 59 € Desktop-App | 32,90 €/Monat (nur Tarif XL) | 12,90 €/Monat (Tarif Rechnung) |
| Kosten über 3 Jahre | 24 € bzw. 59 € — einmal | 1.184 € | 464 € |
| XRechnung und ZUGFeRD | ja, beide | ja, beide | ja, beide |
| GoBD-Nummernkreis | ja | ja | ja |
| DATEV-Export | ja, als Datei | ja, direkte Schnittstelle | ja |
| Banking-Abgleich | ja (Desktop-App, per Kontoauszug — ohne Zugangsdaten) | ja | ja |
| Umsatzsteuervoranmeldung | ja (Desktop-App, mit EÜR) | ja (ab Tarif L) | ja (ab Buchhaltung) |
| Mahnwesen | ja, mit Verzugszinsen (Desktop-App) | automatisiert | automatisiert |
| Läuft ohne Internet | ja | nein | nein |
| Daten liegen | auf deinem Rechner | Cloud, deutsche Rechenzentren | Cloud |
| Abo kündbar | kein Abo | monatlich | monatlich oder jährlich |
Stand 4. September 2026. Preise laut Anbieterseiten, netto zzgl. USt, Monatspreise teils im Jahresabo. Anbieter ändern Preise und Tarife; maßgeblich ist die jeweilige Anbieterseite. Lexware Office hieß früher lexoffice.
Wann die anderen die bessere Wahl sind
Lexware Office XL, wenn du Abo-Rechnungen, Abschlagsrechnungen, englische Rechnungen und die tiefste DATEV-Anbindung brauchst — oder Lohnabrechnung dazu.
sevdesk, wenn du E-Rechnungen ausstellen und gleichzeitig Banking und Belege in einem System haben willst, ohne den Lexware-XL-Preis.
Beide, wenn mehrere Leute gleichzeitig Rechnungen schreiben oder du vom Handy aus arbeiten willst.
Unser Fazit
Wer im Monat eine Handvoll Rechnungen schreibt und die Buchhaltung ohnehin dem Steuerberater gibt, zahlt bei den Clouds für Funktionen, die er nie öffnet. Wer täglich Rechnungen, Mahnungen und Kontoabgleich braucht, ist bei den Clouds richtig — da ist der Automatismus das Geld wert.