Stundensatz berechnen
Die meisten Selbstständigen rechnen ihren Stundensatz zu niedrig, weil sie 220 Arbeitstage mal acht Stunden ansetzen. Die Wahrheit hat Urlaub, Krankheit, Akquise und Buchhaltung — und die zahlt niemand.
Die meisten Selbstständigen rechnen ihren Stundensatz zu niedrig, weil sie 220 Arbeitstage mal acht Stunden ansetzen. Die Wahrheit hat Urlaub, Krankheit, Akquise und Buchhaltung — und die zahlt niemand.
Freiberufler, Freelancer, Berater, Kreative, Handwerker — alle, die nach Stunden oder Tagen anbieten und wissen wollen, ob ihr Satz überhaupt trägt.
Rechnet vom Wunschgehalt rückwärts: plus Betriebskosten, plus Rücklage, geteilt durch die Stunden, die du wirklich in Rechnung stellen kannst. Wochenenden, Urlaub, Krankheit und Feiertage sind abgezogen, ebenso der Anteil an Arbeitszeit, den niemand bezahlt.
Er kennt deinen Markt nicht. Ob Kunden den Satz zahlen, ist eine andere Frage. Er ersetzt auch keine Steuerberatung — Einkommensteuer und Krankenversicherung stecken im Wunschgehalt, nicht im Werkzeug.
Weil Akquise, Angebote, Rechnungen, Mails, Weiterbildung und Leerlauf Zeit kosten, die kein Kunde bezahlt. Wer neu anfängt, liegt oft bei 50. Wer ausgebucht ist, bei 75. Über 80 hält kaum jemand durch.
Alles, was du ohne den Betrieb nicht hättest: Berufshaftpflicht, Software, Rechner, Büro oder Arbeitszimmer, Telefon, Fahrten, Steuerberater, Fortbildung, Bankgebühren. Bei den meisten Solo-Selbstständigen sind das 8.000 bis 20.000 € im Jahr.
Der Stundensatz hier ist netto — ohne Umsatzsteuer. Auf der Rechnung kommen 19 Prozent dazu, es sei denn, du bist Kleinunternehmer.
Dann zeigt dir das Werkzeug, was du an Gehalt, Kosten oder Auslastung ändern musst. Das ist unangenehm, aber besser als es nach zwei Jahren im Kontoauszug zu lesen.
Zeiterfassung pro Projekt, Rechnungen nach § 14 UStG, Steuerfristen. Damit der Stundensatz auch abgerechnet wird. 24 €, einmalig.